Kein Notruf mehr ohne SIM-Karte

Ab dem 1. Juli können nur noch Mobiltelefone mit betriebsbereiter SIM-Karte Anrufe an die Notrufzentralen genutzt werden. Die neue Regelung soll den ausufernden Missbrauch eindämmen.

Nachdem sich in den letzten Jahren die Notrufzentralen über eine stark steigende Zahl von Missbrauchsfällen beklagt hatten, hat die Politik nun reagiert und die Notrufverordnung im Telekommunikationsgesetz geändert. Ab dem 1. Juli wird es demnach nicht mehr möglich sein, mit einem Handy ohne aktive SIM-Karte die Notrufnummer 112 zu erreichen.

Auf diese Änderung macht jetzt noch einmal der Branchenverband Bitkom aufmerksam.

Hinweis: Bei Weiterverkauf oder Weitergabe eines Handys mit SIM-Karte sollte daran gedacht werden, dass bei Ermittlungen wegen Missbrauchs zunächst immer der registrierte Besitzer der SIM-Karte ausfindig gemacht wird. Zudem ist in den AGBs der Mobilfunkanbieter die Weitergabe der SIM-Karten untersagt bzw. es muss hierfür die explizite Zustimmung des Anbieters eingeholt werden. Der Missbrauch des Notrufsystems ist eine Straftat und wird mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestraft. Zudem muss der Verursacher mögliche Einsatzkosten für Polizei, Feuerwehr oder Krankenwagen erstatten.

Quelle: Newsletter der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz