Absturzsicherung (TH-AB)

 


Ein Teil der Absturzsicherungsgruppe im März 2014 vor dem HLF 10/10.

Mitglieder der Absturzsicherungsgruppe:

Gruppenführer: Mario Zimmer

Weitere Mitglieder: Dominik Amann, Jörg Fäth, Johannes Gros, Christian Hanz, Martin Hirsch, Michael Klein, Stefan Lang, Florian Neubrech, Daniel Schaufert, Sascha Stuppy, Michelle Zinßmeister

In Ausbildung: Benjamin Breier, Felix Meinhard, Maximilian Urschel

 


Aufgabe der Absturzsicherungsgruppe

Die Gruppe hat die Aufgabe Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen durchzuführen sowie Personen in Notlage gegen Absturz zu sichern und bis zum Eintreffen der nächsten Höhenrettungsgruppe erforderliche Rettungsmaßnahmen vorzubereiten. Außerdem können technische Hilfeleistungen durchgeführt werden. Hier wäre z. B. das Sichern von absturzgefährdeten Teilen jeglicher Art denkbar (lose Dachziegel oder Verkleidungen, Sicherungsarbeiten an Gerüsten bei Sturmschäden, lose Plakate etc.).

Die nächste Höhenrettung in unserem Umkreis betreibt die Berufsfeuerwehr Kaiserslautern .

 

Was ist sicheres Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen:

Dies sind Arbeiten, bei denen es ungesichert zu einem Absturz kommen kann. Von einem Absturz spricht man ab einer Höhe von ca. 2 Metern. Hierbei können schwerwiegende Verletzungen, bei höheren Stürzen auch lebensgefährliche Verletzungen auftreten.

Bei dieser Art von „Arbeitsplätzen“ ist deshalb eine Absturzsicherung zwingend erforderlich. Bei Vorgehensweisen, bei denen es zu einem freien Fall ins Seil kommen kann, z. B. durch Schlaffseil (nicht gespanntes, durchhängendes Seil) oder Bewegen an der Absturzkante (2 Meter), darf die Feuerwehrleine keinesfalls verwendet werden. Sie ist vom Aufbau her ein statisches Vollseil, welches den Belastungen (Reißfestigkeit) und dem Fallverhalten (gedämpftes, dynamisches Auffangen) nicht entspricht.

 

Ausrüstung:

Hier kommt der Gerätesatz Absturzsicherung zum Einsatz, wozu ausschließlich Kernmanteldynamikseile gehören. Sie haben eine min. Reißfestigkeit von 22 kN und können die Sturzkräfte in Verbindung mit einem Auffanggurt und der Sicherungsmethode (Bremsknoten) so dynamisch aufnehmen, dass es zu keinen schwerwiegenden Verletzungen kommen kann.

Die Verbindung zum Seil stellt der Auffanggurt dar. Dieser ist eine Kombination aus Hüft- und Brustgurt, die zu einer Art Weste zusammengefasst sind, und so für eine gleichmäßige Verteilung der auftretenden Kräfte auf den Körper sorgt, sodass es für den Menschen ertragbar bleibt.

Ausrüstungsgegenstände wie Karabiner und Bandschlingen finden sich auch im Kletter- und Bergsportbereich wieder.

Textile Materialien (Seile und Bandschlingen) müssen vor scharfen Kanten (Betonkanten, Bleche, Rost, Lacknasen und Gitterstrukturen) geschützt werden. Ausgemusterte Druckschläuche, Decken sowie Rollenmodule können hier zum Einsatz kommen.

Technik:

Es werden Knoten wie im Bergsport verwendet: Sackstich oder Achterknoten (zum Einbinden in die Weste), Mastwurf mit Kreuzschlag/Spierenstich (Festpunkt), Halbmastwurf (Bremsknoten), Prusikknoten und Schleifknoten.

Ausrüstung (HLF 10/10):

Fahrzeug HLF 10/10

Gerätesatz Absturzsicherung
(gemäß Vorgaben LFKS RLP)

Rollgliss

Schleifkorbtrage mit Abseilspinne

Ausbildung:

Der Grundausbildungslehrgang Absturzsicherung umfasst ca. 24 Stunden. Darüber hinaus müssen mehrmals Jährlich gesonderte Ausbildungen und praktische Übungen durchgeführt werden.

Ausbildungsthemen:

  • Gerätekunde
  • Knotenkunde
  • Höhengewöhnung
  • Halten im absturzgefährdeten Bereich
  • Sichern in unwegsamen Gelände
  • Aufbau der Auffangsicherung
  • Sichern von verunfallten Personen in Höhen
  • Vorstieg am Gittermast
  • Seitlicher Vorstieg an Übungscontainern
  • Selbstrettung
  • Kontrolle der Ausrüstung
  • Fallversuch und Reißversuche mit unterschiedlichen Seilen und Leinen
  • Einsatzübungen

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