06.06.2016 - Ausbildung GAMS+ / Gefahrstofferstmaßnahmen

Am Montag wurde im Übungsdienst das Thema GAMS+ / Gefahrstofferstmaßnahmen behandelt. Dazu hatten die Kollegen Dietmar Mayer, Simon Schneider und Jonas Merker eine umfangreiche Übung im Bereich der Kläranlage Rehweiler vorbereitet. Die Teilnehmer wurden zu Beginn durch die Übungsleitung mit folgendem Alarmstichwort abgerufen:

Betriebsunfall auf einem Gelände in Rehweiler, am Ende der Straße "Im Brühl".
Ausrückende Fahrzeuge: ELW, HLF, GW, LFKatS
 
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Beim Eintreffen fand der Zugführer folgende Lage vor:

Ein Mitarbeiter der Kläranlage berichtete, dass er nach der Mittagspause zurück zum Betriebsgelände kam und seinen Kollegen nicht mehr auffinden konnte. Dieser wollte zwischenzeitlich einige Ladearbeiten durchführen. Stattdessen stand der Radlader der Anlage qualmend auf dem Gelände und hatte mit der Palettengabel einen offensichtlich leckgeschlagenen IBC-Behälter in Schräglage angehoben.

Durch den Zugführer wurden umgehend erste Maßnahmen eingeleitet:
- HLF: Personensuche und -rettung mit PA und erweiterter Chemikalienschutzkleidung (Gummistiefel und Gummihandschuhe)
- LF: Ausrüsten eines Angrifftrupps mit leichtem Chemikalienschutzanzug
- GW: Vorbereiten einer Notdekon mittels Steckleiter-Auffangbecken

Durch den ersten PA-Trupp wurde eine verletzte und bewusstlose Person innerhalb der verqualmten Radladerkabine vorgefunden. Dieser hatte offensichtlich einen technischen Defekt erlitten und war während der Arbeiten in Brand geraten. Der Trupp rettete den Verletzten und übergab ihn an der Absperrgrenze an den bereitstehenden Rettungsdienst, mit Hinweis auf die Rauchgasinhalation und der Info, dass dieser nicht mit dem austretenden Medium des IBC-Behälters in Kontakt gekommen war. Somit konnte er ohne weitere Dekon-Maßnahmen übergeben werden.

Parallel zur Personenrettung übermittelte der Angriffstrupp die UN-Nummer des austretenden Mediums und führte mittels Mehrgasmessgerät Messungen durch. Zur Brandbekämpfung wurde ein Feuerlöscher griffbereit am Radlader positioniert.

Durch den zweiten Angriffstrupp unter leichtem Chemikalienschutzanzug wurden anschließend Behältnisse zum Auffangen des austretenden Mediums untergestellt sowie Gulli-Einläufe abgedichtet. Im weiteren Verlauf wurde mittels Fasspumpe das Medium in einen zur Verfügung stehenden Ersatzbehälter umgepumpt.

Dieses vermeintlich einfache aber realistische Szenario stellte die Teilnehmer vor vielfältige anspruchsvolle Aufgaben und zwang sie die zeitgleich aufkommenden Aufgaben entsprechend ihrer Priorität nacheinander abzuarbeiten. Außerdem war Gelegenheit Material zu beüben, das sonst relativ selten eingesetzt werden muss, sodass sicherlich jeder einen Lerneffekt erfahren konnte.

 

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